Verwaltung macht Zukunft

Digitale Gräben überwinden – Prozesse in den Blick nehmen

Von Arne Baltissen, Segmentmanager Landesverwaltungen, MACH AG

Klartext

Die Digitalisierung ist einer der zentralen Treiber für Veränderungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung. Das dürfte heute niemand mehr bestreiten. Über die Rezepte und den Erfolg auf dem Weg zur erfolgreichen Digitalisierung wird allerdings heftig gestritten. Der Branchenverband Bitkom sieht die Digitale Agenda auf einem guten Weg und animiert die Politik, sie fortzuschreiben. Der Normenkontrollrat zeichnet ein deutlich dunkleres Bild: In einer Studie aus dem November 2015 heißt es, dass mehr als die Hälfte der Kommunen nur zwei oder weniger Online-Services bereitgestellt haben. In großem Umfang wurde in der Flüchtlingskrise deutlich, dass die deutsche öffentliche Verwaltung entlang der föderalen Grenzen vor tiefen digitalen Gräben steht.

Um diese zu überwinden, sind weder vereinheitlichte IT-Systeme mit monopoltypischem Anbieterverhalten noch die Zentralisierung aller Rechenzentren die Lösung. Hier hilft die Konzentration auf Fachprozesse. Mit moderner Technologie können auch unterschiedliche IT-Systeme, die vielleicht einfach unterschiedlichen Primärzwecken dienen, an einem Geschäftsprozess entlang digital integriert werden. Die Herausforderung hier liegt zuerst in der Herstellung der Prozesstransparenz als Grundlage einer wirkungsvollen technischen Umsetzung.

Digitalisierung voranbringen heißt also Geschäftsprozesse transparent machen. Wenn diese klar sind, werden die Anpassung von Rechtsnormen, die optimale Bürgerschnittstelle und viele weitere Fragen an klaren fachlichen Bedarfen festgemacht.

DANN wird Deutschland und insbesondere die deutsche öffentliche Verwaltung von erfolgreicher Digitalisierung profitieren.

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