Verwaltung macht Zukunft

Hier bloggen die Vorstände der MACH AG

Der Zukunft ein Stück näher: Rückblick auf die CEBIT 2018

10:00 18.06.2018

Rolf Sahre
Rolf Sahre, Vorstandsvorsitzender der MACH AG

Mit großer Spannung sind wir in diesem Jahr nach Hannover gefahren, um die CEBIT in neuer Aufmachung zu erleben. Tatsächlich hat sich einiges verändert im Vergleich zu den letzten Jahren: so fanden z. B. durch die Verlegung der CEBIT in den Frühsommer viele Programmpunkte auch außerhalb der Messehallen statt. Bei allen Veränderungen ist die CEBIT aber eines geblieben: Die Plattform für Zukunftsthemen, Trends und neue Technologien. Oder kurz gesagt: ein Ort, an dem man der Zukunft ganz nah ist.

 

 

Zukunftsthemen dominierten auch den Messeauftritt von MACH in Hannover und wurden von den Besuchern unseres Stands mit großem Interesse verfolgt. Zur CEBIT präsentierten wir zwei Showcases, die den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Augmented Reality (AR) in der öffentlichen Verwaltung beispielhaft zeigten.

Gleich zu Beginn der Messe konnten wir mit Klaus Vitt den Beauftragten der Bundesregierung für Informationstechnik und Staatssekretär im Bundesministerium des Innern an unserem Stand begrüßen. Er lobte die Innovationskraft des Mittelstandes und war beeindruckt von unseren Showcases zu den Zukunftsthemen.

Ebenso groß war das Interesse von Minister Christian Pegel aus dem Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern für die Zukunftsszenarien. Und auch Staatssekretär Thomas Lenz aus dem Ministerium für Inneres und Europa in Mecklenburg-Vorpommern sowie Staatssekretär Tobias Goldschmidt aus dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung in Schleswig-Holstein interessierten sich für unsere Showcases.

Besondere Aufmerksamkeit weckte unser AR-Case, den wir für den Bereich der Bauverwaltung exemplarisch auf der CEBIT vorstellten. Mithilfe von Augmented Reality können Abbildungen um zusätzliche virtuelle Elemente erweitert werden. Auf der Basis von Bauplänen lässt sich das zukünftige Gebäude in einem 3D-Modell visualisieren, das dem Nutzer einen realistischen Eindruck gibt, wie das zukünftige Bauwerk aussehen wird. Eine entsprechend dafür entwickelte App sowie die angebundene MACH E-Verwaltung vereinfachen die Bearbeitung um ein Vielfaches. Freigabeverfahren z. B. mit den Nachbarn können so vor Ort durchgeführt werden. Dabei entfallen zusätzliche Abstimmungen und Papierdokumente, da die Informationen aus der digitalen Bauakte direkt mobil zur Verfügung stehen.

Voraus gegangen sind diesem Showcase einige Monate intensiver Forschungsarbeit, an der neben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des MACH Innovation Hub ein Team um Prof. Dr. Michael Herczeg, Direktor am Institut für Multimediale und Interaktive Systeme (IMIS) der Universität zu Lübeck, mitwirkte. Sie beschäftigten sich gemeinsam mit der Frage, wie Zukunftstechnologien für die öffentliche Verwaltung nutzbar gemacht werden können. Denn bei allem Hype um die Zukunftsthemen, kommt es am Ende vor allem darauf an, Mehrwerte für Verwaltung und Bürger zu schaffen, indem bestehende Lösungen mit neuen Technologien verbunden und speziell an den fachlichen Bedürfnissen der Nutzer ausgerichtet werden.

In unserem zweiten Zukunftsthema auf der CEBIT haben wir uns damit auseinandergesetzt, wie Künstliche Intelligenz und hier speziell Machine Learning z. B. bei der Bewältigung des Fachkräftemangels in der Verwaltung helfen könnte. Dabei geht es darum, dass Maschinen bzw. IT-Systeme anhand der bereits vorhandenen Daten lernen, Zusammenhängen zu erkennen, dem Nutzer Vorschläge zu unterbreiten und auf Fehler hinzuweisen. Auf die Verwaltung übertragen ist z. B. denkbar, dass wiederkehrende Routineaufgaben zukünftig von der MACH Software unter Einsatz von KI-Komponenten wesentlich effizienter bearbeitet werden können. Die Verwaltungsmitarbeiter erhalten dadurch neue Freiräume, um komplexeren oder strategischen Aufgaben nachzugehen.

Unser Showcase zeigte den Einsatz von KI am Beispiel der Belegerfassung. Insbesondere für Gelegenheitsnutzer der MACH Finanzsoftware stiftet dies großen Nutzen. Aus bereits getätigten Buchungen in der Vergangenheit werden Vorhersagen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für zukünftige Buchungen abgeleitet und dem Nutzer als Vorschlag angeboten. Dadurch wird die Arbeit für den Sachbearbeiter in der Verwaltung vereinfacht und beschleunigt; gleichzeitig werden Fehler reduziert.

Wir sind in diesem Jahr mit dem Ziel auf die CEBIT gefahren, unsere Zukunftsideen und Anwendungsfälle mit unseren Interessenten und Kunden zu teilen, also mit ihnen in den Austausch zu gehen und Feedback einzuholen. Das ist uns in beeindruckender Weise gelungen. Wir sind regelrecht begeistert über das große Interesse der CEBIT-Besucher an unseren Ideen im Bereich der Zukunftsthemen und nehmen viele wichtige Impulse zur Weiterentwicklung unserer Lösungen mit nach Lübeck. Gleichzeitig hat uns das Feedback gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, die Zukunft der Verwaltung aktiv durch die Prüfung, Bewertung und Verprobung neuer Technologien zu gestalten.

Weiterhin fühlen wir uns bestärkt, die Zusammenarbeit mit der Universität zu Lübeck für die Zukunftsthemen weiter zu verfolgen und auszubauen. In unserem Joint Innovation Lab, das wir zusammen mit dem Land Schleswig-Holstein und der Universität zu Lübeck planen, wird dies spätestens zur Eröffnung am Ende des Jahres möglich sein. Schon heute können wir uns gut vorstellen, gemeinsam weitere Verwaltungsprozesse modern und digital umzusetzen. Einfachere Online-Zulassungsverfahren im KFZ-Bereich, digitale Kindergeldanträge oder gar die Online-Anmeldung für den Familienhund könnten dann schon bald Wirklichkeit werden. Gemeinsam wollen wir es anpacken – wir freuen uns darauf!

Viele Grüße
Ihr Rolf Sahre

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