Verwaltung macht Zukunft

Hier bloggen die Vorstände der MACH AG

Kultur als Erfolgsfaktor

07:30 16.02.2017

Rolf Sahre
Rolf Sahre, Vorstandsvorsitzender der MACH AG

 

Eigentlich ist die Zeit für Jahresrückblicke mittlerweile schon fast vorbei und trotzdem möchte ich an dieser Stelle noch einmal zurückschauen, bevor es mit großen, schnellen Schritten weiter vorwärts geht. 2016 war ein großartiges Jahr für die MACH AG: wir konnten im letzten Jahr zum zweiten Mal in Folge ein deutliches Umsatzwachstum von über 15 Prozent erreichen. Genau genommen, sind wir in 2016 sogar um 20 Prozent gewachsen.

Zahlreiche neue Projekte, die wir im letzten Jahr gewinnen konnten, haben dieses Wachstum möglich gemacht. Die gewonnenen Aufträge ziehen sich durch alle Segmente von der Kommunalverwaltung über die Landesverwaltungen bis hin zu Einrichtungen auf Bundesebene und nicht zu vergessen die Kirchen und Wohlfahrtsverbände sowie die Nicht-Regierungsorganisationen. Der Bereich Lehre und Forschung war in 2016 besonders erfolgreich: MACH wird in 13 sächsischen und 10 thüringer Hochschulen ein neues ERP-System als sogenanntes Verbundreferenzsystem einführen. Eine großartige Chance und zugleich der Lohn monatelanger, intensiver Arbeit.

Nun werde ich oft gefragt, ob wir das alles überhaupt schaffen. Auf diese Frage kann ich guten Gewissens mit „Ja“ antworten, denn einmal mehr hat sich in den letzten Monaten gezeigt, was möglich ist, wenn alle anpacken. In Rekordzeit wurden über 40 neue Kollegen eingestellt und intensiv eingearbeitet. Somit haben wir uns auch auf der Mitarbeiterebene im letzten Jahr stark vergrößert: zum Jahresende zählten 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unserem Unternehmen. Weitere neue Kolleginnen und Kollegen kommen fast täglich dazu. Außerdem haben wir die Zusammenarbeit mit unseren Partnern deutlich ausgeweitet, um Synergien noch besser zu nutzen. Hiervon profitieren am Ende alle – neue Kunden genauso wie unsere Bestandskunden.

Insgesamt blicken wir also auf eine fantastische Entwicklung zurück, die stolz und vor allem Lust auf mehr macht. Unsere Produkte und Leistungen werden sehr stark nachgefragt. Die öffentliche Verwaltung ist im Umbruch – die Digitalisierung nimmt gerade richtig Fahrt auf. Das heißt, das Wachstum geht weiter! Tolle Aussichten, die mir große Freude bereiten, die aber auch eines heißen: viel Arbeit.

Ich möchte diese Gelegenheit auch einmal dazu nutzen, die Hintergründe unseres Erfolgs etwas näher zu beleuchten, denn unser Erfolg kommt nicht von ungefähr. Wir haben jahrelang kontinuierlich und mit großem Einsatz daran gearbeitet, dort zu stehen, wo wir uns heute befinden. Gespräche mit Kunden und Mitarbeitern verdeutlichen mir aber immer wieder, dass harte Arbeit allein nicht zum Erfolg führt.

Viel entscheidender ist die Kultur eines Unternehmens, die Wachstum ermöglicht oder nicht. Professor Burton Lee sprach in einer Vorlesung an der Stanford University in diesem Zusammenhang von „culture beats strategy“. Das heißt, wenn Unternehmenskultur und -strategie nicht im Einklang zueinander stehen, behindert die Kultur die Umsetzung der strategischen Ziele. Eine Kultur, die Fehler als Chance betrachtet und Innovationen fördert, indem neue Ideen offen aufgenommen und aktiv erfragt werden, ist also letztendlich die essentielle Basis für gesundes Wachstum.

Für den deutschen Mittelstand ist „culture beats strategy“ leichter gesagt als getan. Mit dem Ansatz „culture meets structure“ haben wir bei MACH eine gute Alternative gefunden. Was bedeutet das für die Umsetzung? Bei aller Stabilität, die eine Unternehmensstruktur sicherlich aufweisen muss, sollte eine gewisse Flexibilität und Agilität nicht verloren gehen. Denn diese Eigenschaften sind unbedingt notwendig, um gute Ideen und Innovationen entstehen zu lassen und diese umsetzen zu können.

Dieser Anspruch gilt nicht nur für die deutsche IT-Wirtschaft, sondern auch für die öffentliche Verwaltung. Denn wenn Verwaltung Zukunft gestalten will, darf sie nicht in der Vergangenheit stehen bleiben. Hier stellen sich neben dem Einsatz moderner Softwarelösungen noch viele weitere Fragen. Sind agile Methoden auch außerhalb der Softwareentwicklung einsetzbar? Wie sehen eigentlich die Büros der Zukunft aus, die kreative Arbeitsmethoden zulassen und Innovationen fördern? Hat das Einzelbüro ausgedient? Gerne führe ich an dieser Stelle meine Diskussion vom Lübecker BarCamp mit Ihnen weiter, an dem wir uns im letzten Jahr beteiligt haben – definitiv auch eine wertvolle Erfahrung, die neue Impulse für die tägliche Arbeit in unser Unternehmen gebracht hat.

Wie ist es um Ihre Unternehmenskultur bestellt? Schlägt Ihre Kultur die Strategie oder geht alles harmonisch „Hand in Hand“? Wo sehen Sie Verbesserungsbedarf? Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen!

Ihr Rolf Sahre

 

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Kommentar von Hardy |

Lieber Rolf, da hast Du es mal wieder auf den Punkt gebracht! Gratulation zu einem, für meinen Geschmack, sehr stimmigen Blogbeitrag.

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