Vorstands-Blog · 12.05.20

Corona als Chance: Anschub für die Digitalisierung

Die Corona-Pandemie erschüttert die Welt. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Digitalisierung eine Voraussetzung ist, auch in der Krise handlungsfähig zu bleiben. Rolf Sahre erläutert, warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um bei der Digitalisierung der Verwaltungen die Geschwindigkeit zu erhöhen.

Staats- und Regierungschef:innen konferieren per Videokonferenz, Arbeiten im Homeoffice ist in vielen Branchen fast schon Alltag, Anträge auf staatliche Hilfe können auf einmal relativ problemlos online gestellt werden. Neben der großen Verunsicherung durch die Virus-Pandemie und deren wirtschaftlichen Folgen erleben wir aus meiner Sicht zurzeit auch sehr positive Entwicklungen: Die Menschen halten in der Krise zusammen und unterstützen sich gegenseitig. Und: Digitale Prozesse und Tools sind unverzichtbar, damit Unternehmen wie Verwaltungen, ja unsere Gesellschaft, auch in der Krise weiter funktionieren können – so gut es eben geht. Wie sollten beispielsweise die Anträge der mehr als 700.000 Firmen auf Kurzarbeit bearbeitet werden, wenn diese alle per Post die Bundesagentur für Arbeit erreichen würden?

„Gerade jetzt gilt es, nach vorne zu blicken: Verwaltungen sind gut beraten, die eigenen Abläufe auf den Prüfstand zu stellen. Wir unterstützen dabei als Berater und Partner.“

Rolf Sahre Der Vorstandsvorsitzende der MACH AG ist zuständig für die Bereiche Märkte, Finanzen und Organisation, Personalmanagement sowie IT.

Weichen in Richtung konsequente Digitalisierung stellen

Mancherorts wird nun allerdings auch deutlich, Verwaltungen können mangels digitaler Möglichkeiten ihren Bürger:innen nicht alle Services online zur Verfügung. In den Verwaltungen wird jetzt mehr denn je spürbar, wo noch nachgebessert werden muss und an welchen Stellen digitale Prozesse echte Mehrwerte liefern können. Ich sehe die aktuelle Situation daher als Chance, die wir nutzen müssen, um die Weichen in Richtung konsequente Digitalisierung zu stellen. Es empfiehlt sich, jetzt eine Bestandsaufnahme zu machen und die Ziele für die künftige Digitalisierung zu bestimmen. Viele Unternehmen machen es derzeit täglich vor, wie gewohnte Geschäftsmodelle auf digitale umgestellt werden. Sportstudios bieten Online-Kurse, Banken beraten per Video-Chat – es gibt viele weitere Beispiele.

Dass selbst größere Ziele in Krisenzeiten erreicht werden können, belegen unsere Projekte in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern. Wir beraten und unterstützen das Staatsministerium für Digitales in Bayern remote bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG). Trotz der Pandemie konnte die Zusammenarbeit pünktlich gestartet werden. Der Kick-off fand komplett remote statt und in den kommenden Wochen wird das Projekt mithilfe von Web-Meetings, Videokonferenzen, shared documents und distance learning verlaufen. Auch beim HKR-Projekt (Haushalts-Kasse-Rechnungswesen) in Mecklenburg-Vorpommern konnte die Konzeptionsphase erfolgreich frühzeitig beendet werden.

Die Krise als Chance verstehen

MACH kennt die öffentlichen Verwaltungen seit Jahrzehnten und weiß, was die aktuelle Situation an neuen Herausforderungen mit sich bringt. Gerade jetzt gilt es, nach vorne zu blicken: Verwaltungen sind gut beraten, die eigenen Abläufe auf den Prüfstand zu stellen. Wir unterstützen dabei als Berater und Partner. So bieten wir in der jetzigen Situation ganz konkret Online-Beratung an, um Verwaltungen zu helfen, die Zusammenarbeit von Teams remote besser zu organisieren. Gerne unterstützen wir auch bei der Auswahl und beim Einsatz passender Werkzeuge und Techniken für die Remote-Zusammenarbeit.

Es gibt also viele Chancen, die auch in der Krise genutzt werden können. Wir stehen in diesen Zeiten an Ihrer Seite.

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