Verwaltung macht Zukunft

Entwicklerrechner bestellt - Linux bekommen

15:42 15.02.2019

Vor einiger Zeit stand in der Entwicklung der turnusmäßige Austausch der Entwicklerrechner an. Damit verbunden war der Wechsel von Windows 7 auf Windows 10. Dieser Austausch wurde erheblich aufregender, als wir uns das hätten vorstellen können.
Angefangen hat alles damit, dass wir mehrere verschiedene Rechnermodelle beschafft, eingerichtet und vermessen haben. Das Ergebnis war anders als erwartet.
Eine Reihe von Experimenten und Umkonfigurationen später war dann klar: Der Grund dafür ist Windows 10 - genauer NTFS.
Erst war es nur eine Idee: Was wäre, wenn man versuchen würde, in eine Software-Entwicklungsabteilung, die seit über 30 Jahren mit Windows arbeitet, Linux einzuführen? Es hörte sich nach einer unschaffbaren Aufgabe an, aber wir haben es trotzdem ausprobiert.

Das Ergebnis: Jeder Benchmark, den wir ausprobiert haben, war mindestens um den Faktor 2 schneller, wenn er auf Linux/ext statt auf Windows/NTFS ausgeführt wurde. Die größte Überraschung war allerdings, wie wenig Schmerzen der Umstieg fachlich machen würde: Für eine Konfigurationsanwendung benötigten wir noch das Programm Wine und einige Tests mussten umgestellt werden, um auch unter Linux zu laufen. Aber in Summe war es gefühlt mehr Aufwand, zu erklären, wie einfach der Umstieg werden würde, als die tatsächlichen Hürden zu beseitigen.

So arbeitet bei uns eine Prototypen-Truppe seit einem halben Jahr produktiver und problemlos mit der neuen Entwicklungsumgebung unter Linux. Die neuen Entwicklerrechner sind inzwischen für alle bestellt und werden demnächst an alle Entwickler ausgeliefert. Wer mag, kann übrigens auch weiterhin unter Windows entwickeln – aber welcher Entwickler wartet schon gern freiwillig doppelt so lange?

Dr. Jonathan Moebius

Jonathan Moebius

Bei MACH arbeite ich seit Juli 2013 - zunächst als Software-Entwickler und inzwischen als Architekt. Mein Schwerpunkt in der Arbeit sind die Analyse und Behebung struktureller Performance-Probleme sowie die Ausarbeitung und Verbesserung von Architekturen für unsere zahlreichen Softwarekomponenten.

An meiner Arbeit gefällt mir besonders, dass meine Aufgaben auf sehr unterschiedliche Weise spannend und herausfordernd sind und dass bei uns jeder, der etwas zu sagen hat, gehört wird – wenn es wichtig ist, auch vom Vorstand persönlich.

Besonders spannend finde ich, bei der Gestaltung von neuen Modulen Ansätze zur Umsetzung zu finden, so dass diese später wartbar und erweiterbar sind und gleichzeitig mit bestehender Software zusammenarbeiten.

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