News · 10.11.20

Die Kommune im Fokus – den Weg zur Smart City gemeinsam gestalten

Der Weg zur Smart City ist für jede Kommune ein komplexer Prozess. Eine Standard-Lösung gibt es nicht, da die Anforderungen zu unterschiedlich, die jeweiligen Prioritäten andere sind. Mit einer individuellen Begleitung kann der Weg gelingen.

Das Thema Smart City wird meist als Blumenstrauß technischer Lösungen gesehen. Im Fokus stehen dann Portale, Software oder Apps. „Das ist alles richtig, aber diese Sichtweise bildet nur einen Aspekt ab“, sagt Florian Kühne, Geschäftsfeldmanager Smart City bei der Lübecker MACH AG während seines Vortrags „Die Kommune im Fokus – den Weg zur Smart City gemeinsam gestalten“ auf der Smart Country Convention 2020. Der andere Aspekt ist aus Kühnes Sicht, dass eine „smarte Kommune“ Antworten auf wichtige Zukunftsfragen gibt und dadurch Lösungen für konkrete Probleme bietet.

Verwaltungen als initiierende Instanz der Digitalisierung

Dabei sind jedoch Situationen und Rahmenbedingungen von Stadt zu Stadt unterschiedlich, entsprechend gibt es auch jeweils andere Prioritäten. Und an diesem Punkt der individuellen Problemlösung setzt die MACH AG an. Kühne: „Wir sprechen zunächst mit den Verwaltungen, denn sie sind die initiierenden Instanzen der Digitalisierung.“

„Eine smarte Kommune gibt Antworten auf wichtige Zukunftsfragen und bietet dadurch Lösungen für konkrete Probleme. Ein Erfolgsfaktor auf dem Weg dorthin ist, die Veränderungen als Prozess aus vielen unterschiedlichen Mosaiksteinchen zu begreifen. Dessen Geschwindigkeit und Komplexität sollte von der Stadt oder Gemeinde daher selbst bestimmt werden. Nur so kann den eigenen Möglichkeiten entsprechend erfolgreich gehandelt werden.“

Florian Kühne Geschäftsfeldmanager Smart City, MACH AG
Florian Kühne

Use-case-fokussierter Ansatz

Im Mittelpunkt steht dabei immer, wie durch Smart City Anwendungen Mehrwert für Bürger:innen, Wirtschaft und auch Verwaltungen generiert werden kann. „Wir nutzen dafür den Use-case-fokussierten Ansatz und fragen: Welches Problem soll gelöst werden?“, erklärt Kühne. Aus seiner Sicht sorgen erst erfahrbare Verbesserungen für die Akzeptanz der gefundenen Lösung und die damit einhergehenden Veränderungen. „Dabei sind Transparenz und die Beteiligung von Bürger:innen und anderen Stakeholder:innen im Prozess notwendig“, betont der Geschäftsfeldmanager.

Wie ein Use case entsteht

Und wie entsteht solch ein Use case ganz konkret? Kühne geht dafür gemeinsam mit der Kommune Schritt für Schritt vor. Ein Beispiel für eine Prozessverbesserung:

  • Mit einem Ist-Soll-Vergleich wird das zu lösende Problem identifiziert.
  • Anschließend folgt die Definition des idealen Prozesses.
  • Was wäre der Nutzen der Verbesserung?
  • Welche Daten, Technik und Akteure werden gebraucht?
  • Welche Leistungen werden benötigt und wer kann sie erbringen?
  • Vor der Umsetzung steht dann eine Kosten-Nutzen-Betrachtung.
09.12.2020 | 11:00 Uhr

Smart City Webinar

In Fortsetzung des Vortrages auf der Smart Country Convention stellen wir in diesem Webinar unsere Smart Government-Plattform sowie das Starterkit der Open Data-Nutzung vor und erläutern Implementierungsansätze.

Rückblickend wird noch einmal die Wichtigkeit des Zusammenspiels aus Verwaltung, Bürger:innen, Wirtschaft sowie weiteren Akteur:innen im Fokus für die Entwicklung der Kommune im Fokus eingegangen.

Erfolgsfaktoren für den Weg zur Smart City

Kühne weiß, dass insbesondere der letztgenannte Punkt in vielen Städten und Gemeinden entscheidend ist: „Denn neben den personellen sind eben auch die finanziellen Ressourcen in vielen Kommunen sehr begrenzt.“ Allen Entscheider:innen sollte daher klar sein, dass „eine Kommune nicht durch ein Smart-City-Projekt schon zur smarten City wird“, betont Kühne. Ein Erfolgsfaktor auf dem Weg dorthin ist, die Veränderungen als Prozess aus vielen unterschiedlichen Mosaiksteinchen zu begreifen. Dessen Geschwindigkeit und Komplexität sollte von der Stadt oder Gemeinde daher selbst bestimmt werden. Nur so könne den eigenen Möglichkeiten entsprechend erfolgreich gehandelt werden.

Smart Government Plattform zur Digitalisierung der Verwaltung

Die MACH AG sieht ihre Aufgabe in der Unterstützung von Kommunen auf dem Weg zur Smart City auch darin, mit geringem Aufwand vorhandene Open Data als Basis für Veränderungen nutzbar zu machen. Als eine technische Lösung für Verwaltungen steht für Kühne eine sogenannte Smart Government Plattform im Fokus. „Sie ist das Instrument, Digitalisierung zu gestalten und Mehrwerte sowohl für Bürger:innen als auch die Verwaltung selbst zu schaffen“, sagt er.

Wer mehr über diese Plattform erfahren möchte, sollte sich den 9. Dezember dieses Jahres notieren. Von 11 Uhr an bietet die MACH AG dazu ein spezielles Webinar an. Hier können Sie sich dazu anmelden.

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#Digitalisierung #Smart City

Die Hansestadt Lübeck wird Smart City Modellprojekt – wir gratulieren

In der zweiten Runde der Modellprojekte Smart Cities des BMI wurde Lübeck zusammen mit 31 weiteren Städten ausgewählt und erhält rund 13,5 Millionen Euro Fördergelder. Wir gratulieren und freuen uns darauf, unsere Heimatstadt mit vielen weiteren Beteiligten smarter und lebenswerter zu machen.