Verwaltung macht Zukunft

Wir können auch Englisch

14:30 27.07.2018

MACH wächst an allen Ecken und Enden - diverse Pressemitteilungen, Blog-Beiträge und vor allem meine tägliche Erfahrung zeigen mir das. Mit diesem Wachstum einher geht die Entwicklung, dass unser Team zunehmend internationaler wird. Dass ich plötzlich mit Kollegen zusammenarbeite, für die Deutsch nicht die Muttersprache ist. Oder dass Kollegen gar kein Deutsch sprechen.

Meine Kollegin Svantje und ich sind als Requirements Engineer und Product Owner für zwei Scrumteams verantwortlich. Wir haben täglich die großartige Aufgabe, die Teams mit genügend Input zu versorgen, damit sie diesen in Form von Epics und User-Storys in gute Features für die MACH E-Verwaltung verwandeln. Seit einigen Monaten geschieht das auf Englisch.

Eine Software für die deutschsprachige Öffentliche Verwaltung - auf Englisch spezifiziert? Wie soll das gehen? Wie erkläre ich, was ein Sachbearbeiter braucht, wenn er in unserer "E-Akte" einen "Vorgang" mit Dokumenten "abschließen" und damit die "revisionssichere Ablage" sicherstellen will?

Was soll ich sagen? Es geht!

Wir sind einfach ins kalte Wasser gesprungen und haben es ausprobiert. Haben Experimente gemacht, beobachtet, korrigiert, ... und mittlerweile einen guten Weg gefunden. Meine wesentlichen Erkenntnisse dabei sind:

  • Ich brauche keine Scheu zu haben, mit meinem Schulenglisch von damals einfach mal anzufangen, rumzustottern, zu lächeln, es anders noch einmal zu versuchen. Oftmals ist mein Gegenüber auch kein Native Speaker und nimmt mir meine Grammatikfehler nicht übel.
  • Ich habe Hilfe. Zuallererst die deutschsprachige Kollegin neben mir, die ich zwischendurch hilfesuchend angucken kann. Und dann noch einer der zahlreich vorhandenen Internet-Übersetzungsdienste wie leo.de oder deepl.com. Wenn ich beim Sprechen oder Schreiben nicht weiterkomme, einfach kurz innehalten, nachschlagen und weitersprechen. Der Tab im Browser ist die ganze Zeit geöffnet.
  • Nicht alles muss übersetzt werden. Immerhin soll die Software ja weiterhin mit dem Benutzer Deutsch sprechen. Also gibt es schon mal denglische Userstories der Art "As a manager in administration, I want to know, who closed and reopened a Vorgang at which time, because that helps me to retrace the full life cycle of the Vorgang's business case." Und ein kleiner Abschnitt "Dictionary" am Beginn der User-Story erklärt den englischsprachigen Kollegen, was ein "Vorgang" ist.
  • Es macht Spaß! Zu merken, wie mir die englischen Worte und Sätze immer flüssiger von den Lippen kommen und aus den Fingern fließen (und das ohne Vokabeltest), beflügelt mich. Ich habe Freude an meinem Job.

Übrigens: MACH unterstützt seine Mitarbeiter auch bei der Herausforderung, das manchmal in die Jahre gekommene Schulenglisch aufzufrischen: Nach Bedarf steht uns ein "Native Speaker" als Coach zur Verfügung. Nicht abends in der Volkshochschule, sondern tagsüber. Am Schreibtisch. Näher dran geht nicht.

Come and join us! Help us to build good software for Vorgangsbearbeitung!

Jan-Hendrik Krause

Jan-Hendrik Krause

Bei MACH bin ich schon seit über 18 Jahren. Seit Mitte 2015 Jahren arbeite ich als Product Owner für unsere E-Akten-Lösung MACH E-Verwaltung.

An meiner Arbeit als Product Owner gefallen mir die vielfältigen Möglichkeiten, sowohl die Software als auch das Unternehmen zu gestalten.

Besonders spannend finde ich, wenn im iterativen Scrum-Prozess aus einer ersten Formulierung "Als ... möchte ich ..., um das Ziel ... zu erreichen" über viele Stufen des Gesprächs mit unterschiedlichen Personengruppen hinweg eine Lösung entsteht, über die mir der Kunde in der Videokonferenz "Das ist gut!" bestätigt.

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