MACH News · Marc Monich · 31.07.26

Neue Allianz für die digitale öffentliche Verwaltung: IT-Mittelstand bringt Schwung in die Modernisierung

Der Verband der mittelständischen IT-Wirtschaft (DATABUND e.V.) - in welchem sich MACH seit Jahren engagiert - hat diese Woche eine Kooperationsvereinbarung mit dem Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) geschlossen.  Damit wurde ein wichtiger Meilenstein für die digitale Transformation erreicht. Was das für die Zukunft der öffentlichen Verwaltung bedeutet, erfahren Sie hier.

Mit einer wegweisenden Partnerschaft zwischen dem Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) und dem DATABUND e. V. nimmt eine Initiative Fahrt auf, welche die Bedeutung des deutschen IT-Mittelstandes für die digitalen Verwaltung hervorhebt. Die am 30.07.2026 unterzeichnete Kooperationsvereinbarung soll die Digitalisierung von Staat und Verwaltung beschleunigen und lädt gezielt weitere Verbände und Unternehmen ein, sich einzubringen.

Was ist das Ziel der Vereinbarung?

Die Digitalisierung von Staat und Verwaltung ist an vielen Stellen von langwieriger Bürokratie und komplexen Prozessen geprägt. Besonders im kommunalen Raum 

Denn was großen Behörden und Unternehmen oft fehlt, ist der Blick auf die Basis. Auf die Einrichtungen, die unsere digitale Verwaltung jeden Tag leben und erleben: Die Mitarbeitenden kommunaler Behörden, aber eben auch die Expert:innen aus dem IT-Mittelstand.

Genau hier setzt die neue Allianz an: Sie will das tiefe und spezifische Know-how mittelständischer IT-Spezialisten nutzen, um konkrete digitale Verwaltungsprozesse zu beschleunigen. 

 Im Fokus stehen dabei zwei zentrale Handlungsfelder:

  • die konsequente Weiterentwicklung digitaler Bürgerdienste und
  • der Aufbau einer sicheren, unabhängigen digitalen Infrastruktur.
Mitglied im DATABUND e.V.

Ein wichtiger Meilenstein - und MACH mittendrin

Als langjähriges Mitglied im DATABUND e.V. ist die MACH GmbH von Anfang an ein aktiver Teil dieser Kooperation. Sören Knörr, Geschäftsbereichsleiter für das kommunale Geschäft, unterzeichnete stellvertretend für die MACH GmbH die wichtige Vereinbarung.

Hier erfahren Sie mehr über die Partner- und Mitgliedschaften, in denen sich die MACH aktiv engagiert.
 

Absichtserklärung: Der Deutschland-Stack als gemeinsame technische Basis

Ein wichtiger Bestandteil der Kooperation von Bund und IT-Mittelstand ist der Deutschland-Stack. Als digitales Rückgrat für eine moderne, föderale Verwaltung bündelt er zentrale Basiskomponenten, offene Standards und sichere Schnittstellen – damit Bund, Länder und Kommunen künftig auf einer gemeinsamen, interoperablen Infrastruktur arbeiten können.

Zukünftig sollen mittelständische IT-Dienstleister so "auf der Basis des Deutschland-Stacks fair konkurrieren und zur Digitalisierung der Verwaltung in der Fläche beitragen."

Wir als MACH sehen uns bereits als aktiven Teil des Deutschland-Stacks, denn er greift das auf, was wir seit Jahrzehnten täglich bewegen: die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung Deutschlands. Daher begrüßen wir es, dass der Deutschland-Stack als technische Basis der künftigen Kooperation nun endlich auch verbindlich Anwendung findet.

Software Made in Germany – gebaut für den Deutschland-Stack

Mit den MACH-Lösungen gestalten deutschlandweit Einrichtungen seit Jahrzehnten ihren Weg zur digitalen Souveränität. Interoperabel, sicher und leistungsfähig. Der Deutschland-Stack setzt genau hier an - und MACH ist mittendrin.

Offen für alle: Wie Unternehmen und Verbände teilnehmen können

Die Mittelstandsinitiative ist explizit als offene Plattform konzipiert. Interessierte Verbände und Unternehmen haben die Möglichkeit, den Kooperationsvertrag mitzuzeichnen und damit eine direkte Zusammenarbeit mit dem BMDS einzugehen.

Um die Teilnahme zu erleichtern, wird in Kürze eine digitale Lösung bereitgestellt. Diese soll nicht nur die Vertragsunterzeichnung ermöglichen, sondern auch Transparenz schaffen, indem alle Partner der Initiative öffentlich einsehbar sind.

„Die Kooperationsvereinbarung sendet ein klares Signal an die Kommunen. Durch die Zusammenarbeit mit den Herstellern kommunaler Fachverfahren sowie mit weiteren Akteuren des digitalen Ökosystems stellen wir sicher, dass die digitale Realität der kommunalen Praxis entspricht. Die Fachverfahrenshersteller sehen wir als Partner, die ihre Lösungen flächendeckend bereitstellen. Unser Ziel ist es, schnell spürbare Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürgern zu erreichen.“

Dr. Markus Richter Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung
Dr. Markus Richter